Erkennst du Märchen an ihrem Anfang?
(Falls nicht: Das Teufelchen mit den goldenen Haaren verrät dir die Lösung.)

 
 
Am Waldrand stand einmal ein Hüttchen, und vor dem Hüttchen wuchsen zwei Rosenbäumchen. Das eine blühte weiß, das andere rot. In dem Hüttchen wohnte eine arme Witwe mit ihren beiden Töchtern. Die glichen den beiden Rosenbäumchen vor dem Fenster und hießen... Schneeweißchen und Rosenrot
Ein Mann hatte einmal einen Esel, der schon der lange Jahre die Säcke unverdrossen zur Mühle getragen hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende gingen, sodass er zur Arbeit nicht mehr taugte. Da dachte der Herr daran, ihm kein Futter mehr zu geben. Aber der Esel merkte, dass sein Herr etwas Böses im Sinn hatte, lief fort und machte sich auf den Weg nach... Die Bremer Stadtmusikanten
An einem Sommermorgen saß ein Schneiderlein auf seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften. Da kam eine Bauersfrau die Straße herab und rief: "Gutes Mus! Gutes Mus!" Das klang dem Schneiderlein lieblich in den Ohren, es streckte seinen Kopf zum Fenster hinaus und rief: "Hier herauf liebe Frau!" Das tapfere Schneiderlein
Vor vielen Jahren lebte ein Kaiser, der so ungeheuer viel auf neue Kleider hielt, dass er all sein Geld dafür ausgab, um recht geputzt zu sein. Er kümmerte sich nicht um seine Soldaten, kümmerte sich nicht um das Theater und liebte es nicht, spazieren zu fahren, außer um seine neuen Kleider zu zeigen.  Des Kaisers neue Kleider
Es war einmal ein König, der hatte eine Tochter, die war über alle Maßen schön, aber dabei so stolz und übermütig, dass ihr kein Freier gut genug war . Sie wies einen nach dem andern ab und trieb noch dazu Spott mit ihnen. Einmal ließ der König ein großes Fest anstellen und lud dazu aus fern und nah die heiratslustigen Männer ein. König Drossenbart
Eine arme Frau gebar sieben Knäblein auf einmal. Diese lebten und gediehen alle. Nach etlichen Jahren bekam sie auch ein Töchterchen. Ihr Mann war gar fleißig und tüchtig in seiner Arbeit. Doch er starb in seinen besten Jahren und die Witwe geriet bald in Not. Dazu wurden die sieben Knaben immer unartiger, ja sie wurden sogar wild und böse.  Die sieben Raben
Es war einmal ein Mann, dessen erste Frau starb. Er heiratete wieder, diesmal eine hochmütige und stolze Frau. Sie hatte zwei Töchter, die ganz nach der Mutter gingen. Der Mann hatte auch eine Tochter aus erster Ehe, die ein hübsches und gutmütiges Mädchen war.  Für das arme Stiefkind fing eine schlimme Zeit an. Sie wurde behandelt wie eine Küchenmagd. Aschenputtel
Es war einmal ein Prinz, der wollte eine Prinzessin heiraten. Sie sollte aber eine echte Prinzessin sein. Deshalb reiste er um die ganze Welt, um sie zu finden. Es gab eine große Anzahl von Prinzessinnen. Aber immer wieder war mit ihnen etwas nicht ganz in Ordnung.  Die Prinzessin auf der Erbse
Eine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie hatte aber die hässliche und faule viel lieber, weil sie ihre eigene Tochter war, und die andere musste alle Arbeit tun und die Dienstmagd im Hause sein. Das arme Mädchen musste sich täglich an einen Brunnen setzen und so viel spinnen, dass ihm das Blut aus den Fingern sprang.  Frau Holle
Es war einmal eine arme Frau , die bekam ein Söhnlein und weil es eine Glückshaut umhatte , als es zur Welt kam, so wurde ihm geweissagt, es werde im vierzehnten Jahr die Tochter des Königs zur Frau haben . Bald darauf kam der König ins Dorf... Der Teufel mit den goldenen Haaren
Vor Zeiten lebten ein König und eine Königin, die sprachen jeden Tag: "Ach, wenn wir doch ein Kind hätten!" Und kriegten immer keins . Da geschah es, als die Königin einmal im Bade saß, dass ein Frosch aus dem Wasser ans Land kroch und zu ihr sprach "Dein Wunsch wird erfüllt werden. Ehe ein Jahr vergeht, wirst du eine Tochter haben.“  Dornröschen
Ein Müller hatte drei Söhne, seine Mühle, einen Esel und einen Kater. Die Söhne mussten mahlen, der Esel Getreide holen und Mehl fort tragen und die Katze die Mäuse weg fangen. Als der Müller starb, teilten sich die drei Söhne in die Erbschaft. Der älteste Sohn bekam die Mühle, der zweite den Esel, der dritte den Kater. Da war er traurig und sprach zu sich selbst: "Was kann ich mit dem Kater anfangen?“  Der gestiefelte Kater
Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Eines Tages traf er den König. Um sich wichtig zu machen, sagte der Müller: „Ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen.“ Der König sprach zum Müller: „Das ist eine Kunst, die mir wohl gefällt. Wenn deine Tochter so geschickt ist, wie du sagst, so bring sie morgen in mein Schloss...“  Rumpelstilzchen